Ernährung für schöne Dreadlocks

Bevor du nun direkt weiterscrollst: hier soll es nicht um eine weitere Diät gehen. Denn angenommen, all diese „besonderen Ernährungsformen“ und „Superfoods“ sind nichts anderes, als altes im neuen Gewand? Und dennoch spielt die Ernährung eine zentrale Rolle in unser aller Leben, denn unser Körper spiegelt direkt wider, wie wir mit ihm umgehen und ihn versorgen. Warum das auch für Dreadheads zählt und was das bedeutet, erfährst du hier.

Der Dreadhead, das Säugetier

Wie in einem anderen Artikel bereits festgestellt, sind wir nichts anderes als Säugetiere. Um genau zu sein sind wir Affenähnliche. Wie die Bonobos. Nur weil wir glauben, etwas mehr Grips zu haben (und schon hier scheiden sich die Geister… denn: wer zum Teufel kommt auf die Idee, Bananen zu schälen und dann in Plastik zu verpacken?! What the fish?), bedeutet das nicht, dass grundlegende Prinzipien aus der Biologie für uns außer Kraft treten. Zunächst natürlich die Paarung und das Paarungsverhalten. Unsere Körper sind auf ein polygames Sexualverhalten ausgelegt. Das möchte ich hier nicht noch einmal breit treten, sondern du kannst ein DIESEM Artikel nochmal nachlesen. Unser Körper ist außerdem auf Nahrungsaufnahme ausgelegt und darauf, diese zu verwerten. Klar. Abgesehen davon, dass wir auch aus reinem Genuss essen können (und sollten), brauchen wir die Nährstoffe, damit unser Körper funktioniert.

Falls du einen Hund oder ein anderes, pelziges Haustier hast, ist dir vielleicht schon einmal aufgefallen, dass man eine Krankheit, Stress oder sogar Depression an dem Fell erkennt. Und da wir uns nicht so unfassbar stark von anderen haarigen Säugetieren unterscheiden, ist es bei uns nicht anders: unser Fell spiegelt unsere Gesundheit und unser Befinden wieder. Haarausfall, fettige oder schuppige Kopfhaut, Glanzlosigkeit und Haarbruch sind nur einige Erkennungsmerkmale, um festzustellen: da stimmt etwas nicht. Nun sind Dreadlocks natürlich auch Haare, allerdings von Natur aus verfilzt und sie beinhalten bereits ausgefallene, tote Haare. Und dennoch: du kannst deine Dreadlocks durch deine Ernährung positiv beeinflussen.

Du bist, was du isst

Gähn. Ich weiß. Der Spruch ist so alt wie Methusalems Bart. Aber auch der war, da bin ich mir ziemlich sicher, glänzend und dicht (also der Bart, nicht Methusalem). Anstatt nun also bei schuppiger Kopfhaut direkt zum Anti-Schuppen-Shampoo zu greifen, macht es Sinn, so wie bei jeder „Besonderheit“ zunächst Ursachenforschung zu betreiben. Es ist verständlich, dass man das „leise rieselt der Schnee“ aus den Dreads haben möchte und zwar möglichst schnell, aber alle Shampoos der Welt werden nur die Symptome behandeln und nicht die Ursachen. 

Die wichtigsten Fragen, die man sich stellen sollte sind:

  1. Trinke ich genug?
  2. Bin ich gestresst?
  3. Was futtere ich den ganzen Tag?

Punkt drei spielt auf das Thema „Mangel“ an. Oder „Überfluss“. Um wirklich festzustellen, ob dir ein Vitamin oder Mineral fehlt, kommst du nicht um ein Blutbild herum. Solltest du feststellen, dass du dich den ganzen Tag nur von Blutwurst, Weißbrot und Senf ernährst, könnte man die Vermutung aufstellen, dass deine Ernährung zu einseitig ist. No judging. Just saying. 

Ernährung für schöne Dreadlocks

Was genau sollte man also essen, um natürlich natürlich schöne Dreadlocks zu bekommen?

Hier ein paar Punkte, die dir helfen sollen, dich bei deiner Futtersuche zu unterstützen.

  1. Vitamine. Angefangen bei A, das wichtig ist für die Haarfollikel und dafür sorgt, dass das Haargeschmeidig aussieht. B-Vitamine spielen eine große Rolle, wenn es um einen gesunden Stoffwechsel geht und verhindert Haarausfall. Vitamin C ist unter anderem bei der Versorgung der Haarwurzeln wichtig, da es hilft, das Eisen an die roten Blutkörperchen zu binden und somit zu den Haarwurzeln zu bringen. Spinat, Karotten, Paprika, Honigmelonen, Süßkartoffeln, Kürbis, Haferflocken, Champignons und Walnüsse, sowie Brokkoli und Zitrusfrüchte enthalten jede Menge dieser Vitamine.
  2. Zink unterstützt das Haarwachstum und findet sich vor allem in Kürbiskernen.
  3. Eisen spielt eine große Rolle bei der Sauerstoffversorgung einzelner Zellen und somit auch der Haarwurzeln. Mangold, getrocknete Früchte und Beeren enthalten viel Eisen und gehören auf jeden Dreadhead-Teller.
  4. Silicium. Bitte lauf jetzt nicht los und kauf Kieselerde. Dann kannst du dir auch gleich eine Hand voll Sand in den Mund stecken. Oftmals enthält Kieselerde Silicium, allerdings ist es viel gesünder, es über die normale Ernährung aufzunehmen. Der Körper benötigt es als Bausubstanz für die Haare und das Bindegewebe. Gerste, Hafer und Hirse zählen zu den besten Quellen für Silicium. 

Das sollte erst einmal reichen. Und wir stellen fest: Gemüse, Obst, Nüsse/Kerne, Beeren und Getreide reichen aus, um unseren Körper zu versorgen. Natürlich ist es wichtig, dabei zu bedenken, dass es bspw. fettlösliche Vitamine gibt und man etwa einen Teelöffel Öl (Oliven-, Hanf-, Kürbiskern-, Rapsöl) hinzugeben sollte. Aber es geht bei der Auflistung mehr darum, dass wir prinzipiell keine „Superfoods“ brauchen. Unser Essen ist unser Superfood. Alles Food ist super, sofern in der richtigen Menge genossen. So regt beispielsweise der Genuss von Fleisch und Fleischprodukten die Talgproduktion an, so dass eine fettige Kopfhaut seine Ursache in zu viel tierischen Fett auf dem Teller haben kann.

Anstatt dogmatisch einer Ernährungsform zu folgen, solltest du deinen Körper und deine Dreadlocks beobachten und schauen, was er braucht. Jeder Mensch ist unterschiedlich und kann unterschiedlich gut „aushalten“. Es gibt Menschen, die können jeden Tag eine Tüte Chips zusätzlich verdrücken. Ich könnte dann nach Tag 3 aus meinen Dreadlocks Kerzen ziehen. Die altbekannte „gesunde Ernährung“ ist tatsächlich nach dem Prinzip „ausgewogen, frisch, abwechslungsreich“ aufgebaut und heute wie damals die beste Richtlinie, wenn man nicht nur schöne Dreadlocks, sondern einen gesunden Körper haben möchte. By the way: dabei spielt der Körperumfang keine Rolle. Es geht nicht darum, „gesund“ mit „schlank“ gleichzusetzen und auch unsere Kopfhaut ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche Menschen haben feines Haar und deswegen anfälligere Dreadlocks, andere eine tendenziell fettigere Kopfhaut. Und diese Unterschiede machen uns schön. Sei einfach gut zu deinem Körper, er tut alles dafür, dass du jeden Tag das beste aus ihm herausholen kannst – mit deiner eigenen Unterstützung. 

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