Als ich vor gefühlten Ewigkeiten mit dem Gedanken gespielt habe, mir Dreads machen lassen zu wollen, fing ich natürlich an, das Internet zu durchforsten. Dabei bin ich damals auf ganz schön irre Geschichten gestoßen. Und auch heute erreichen uns viele Nachrichten, wie das denn so abläuft, wenn man sich Dreadlocks machen lassen möchte. Was muss ich beachten? Wie bereite ich mich vor? Und was ist Terrormische?!

Die ersten Schritte

Am Anfang war das Wort, beziehungsweise der Entschluss, sich Dreads machen lassen zu wollen. Am besten haben deine Haare eine Länge von mindestens 20 cm, um gedreadet zu werden. Wenn sie mindestens 15 cm lang sind, können sie gedreadet und direkt verlängert werden. Sollten deine Haare noch auf 3mm sein, musst du sie noch ein bisschen wachsen lassen. Die Mindestlänge ermöglicht es, qualitativ hochwertige und langlebige Dreads erstellen zu können.

Dreadlocks machen lassen

Dread-Inspirationen

Wenn es dir wie den meisten geht, hast du vermutlich über Wochen oder gar Monate hinweg Pinterest und Instagram durchforstet (by the way: kennst du unsere Seiten? Wir sind jetzt nämlich auch hip und cool bei Pinterest (HIER) am Start und bei Instagram (HIER) ja ohnehin). Dabei hast du vermutlich festgestellt, dass es verschiedene Arten gibt, wie man Dreads erstellen kann. Du kannst dir beispielsweise eher lockere, wilde Dreads machen lassen oder sehr ordentlich gehäkelte, nur im Unterhaar, mit offenem Pony oder auch mit geschlossenen Spitzen. Es ist nahezu alles möglich, du musst nur eines bedenken: jeder Kopf ist anders. Deine Haarstruktur gibt vor, wie sich deine Dreads entwickeln. Beim Erstellen kann man also nur die Basis filzen..eh..legen, der Rest ist eine Frage der Zeit und der Pflege. Hinzu kommt, dass es sein kann, dass deine Haare vielleicht zu dünn sind, um dicke Dreads zu machen. All das findest du bei einem individuellen Beratungsgespräch mit deiner/deinem DreadstylistIn heraus.

Einen Termin machen

Du weißt also nun, wohin deine Reise ungefähr gehen soll. Aber wer zum Filz macht dir jetzt die Dreadlocks?! Wenn du deine Dreads professionell machen lassen möchtest, klickst du auf den folgenden Link: Die Teammitglieder der DreadFactory (HIER). Hier bist du direkt bei der Suchfunktion. Gib einfach deinen Standort ein und du erhältst eine Liste der Teammitglieder in deiner Nähe. Da klickst du dann drauf und erhältst ein paar Infos zur Person, je nach Standort zu dem Buchungstool, bei dem du direkt einen Termin aussuchen kannst, und vor allem siehst du dort eine E-Mail-Adresse. Du kannst also die/den DreadstylistIn deiner Wahl einfach eine E-Mail schreiben und direkt deine Wünsche äußern. Es kann bis zu 48 Stunden dauern, da die DreadstylistInnen unterschiedlich stark ausgebucht sind. Rechne außerdem mit einer Wartezeit. Aber diese Zeit kannst du sinnvoll nutzen!

Bine macht professionell Dreadlocks

Vor dem Dread-Termin

Du hast nun also einen Termin und wirst schon die ersten Tipps erhalten haben. Kommen wir aber nun zu ein paar sehr hartnäckigen Mythen, wenn es um die Vorbereitung auf den Dread Termin geht:

1 . Mythos: “Du darfst die Haare nicht mehr waschen, damit sie besser filzen.” Fakt: Also, sagen wir es ganz kurz und knapp: Fett filzt nicht. Du sollst dir die Haare waschen, aber komm bitte mit trockenen Haaren zum Termin und vermeide Spülungen oder Haarkuren. Deine Haare sollten frei von Rückständen sein (auch Haarspray etc).

2. Mythos: “Kämm dir die Haare nicht mehr”. Fakt: deine Haare werden in ein bestimmtes Muster eingeteilt. Wenn du einen riesen Knoten auf dem Kopf trägst, mag das zwar schick sein, aber bei dem Termin muss dieser Knoten dann erst wieder aufgedröselt werden.

3. Mythos: “Wenn man die Haare vorher blondiert, filzen sie schneller.” Fakt: ja, und sie brechen auch schneller ab. Du kannst dir deine Haare färben und blondieren und ein gewisser Grad an Schädigung hilft tatsächlich beim Filzen der Haare. Wenn sie aber zu kaputt sind, können die Dreads entsprechend brüchig werden.

4. Mythos: “Terrormische drauf und ab zum Termin!” Fakt: Früher nannte man ein Gemisch aus Kernseife, Wasser und Salz “Terrormische” oder kurz “TM”. Ziel war es, die Haare kaputt und spröde zu machen. Naja.. siehe Mythos 3.

5. Mythos: “Wenn ich die Haare nur noch mit Zitronensaft wasche, werden sie schön stumpf und filzen besser.” Fakt: du kleines Zitronenbonbon, du. Das ist vielleicht smart gedacht, aber deine Haare werden eher klebrig als trocken.

Die beste Vorbereitung ist es, den Waschrhythmus schonmal anzupassen und auf etwa einmal die Woche waschen zu kommen. Dabei verwendest du ein mildes Naturshampoo ohne Silikone.

Wie viel kosten Dreads?

Die Frage aller Fragen, die mich im Kundenservice verständlicher Weise immer wieder erreicht, ist die nach den Kosten für Dreads. Logisch, man möchte ja wissen, was auf einen zukommt und wenn man an Friseursalons vorbeigeht, kann man auf der Preisliste vor dem Laden schon genau ablesen, wie teuer der neue Fifi sein wird. Bei Dreadlocks ist es fast nicht anders. Du kannst bei dem Teammitglied deiner Wahl nach den jeweiligen Preisen fragen, um einen Schätzwert zu erhalten. Allerdings richtet sich der konkrete Preis nach der Dauer der Sitzung, die wiederum von dem Aufwand abhängt. Wenn du also nur wenige Dreads im Unterhaar haben möchtest, dauert das natürlich nicht so lang wie eine komplette Erstellung mit Extensions aus unserem Shop(HIER).

Wenn noch Fragen und Unsicherheiten offen sind, kannst du HIER unsere FAQ lesen. Dort findest du jede Menge Infos rund um das Mindestalter, um Dreads machen lassen zu können oder wie das während der Schwangerschaft ist. HIER findest du noch einen Artikel rund um die Pflege von Dreads.

Deinen Traum-Dreads sollte jetzt nichts mehr im Wege stehen! Möge der Flausch mit dir sein.