Zuerst schienen sie nur ein aufkeimender Trend zu sein, aber mittlerweile haben sich Partial-Dreads fest in der Dread-Welt etabliert. Gemeint sind Unterhaar-Dreads oder auch “Peek-a-boo” Dreads, wie sie meistens vor allem in Amerika genannt werden. Was aber genau Partial-Dreads sind, wie man sie macht und 5 Tipps für die richtige Pflege von Partial-Dreads bekommst du diese Woche!

Partial-Dreads: Dreads für Einsteiger

Partial-Dreads sind Dreadlocks, die im Nacken oder an der Seite vom Hinterkopf erstellt werden. Dabei kann man einen einzelnen Dread machen oder gleich ganze Reihen. Üblich sind 1-3 Reihen von Partial-Dreads, so dass genügend Deckhaar über die Partial-Dreads fallen kann. Denn so sind sie ursprünglich entstanden: Unterhaar-Dreads waren sozusagen “Dreads zur Probe”. Bevor man sich Dreadlocks machen lassen möchte, kann man also mit wenigen Dreads anfangen und ausprobieren, wie man sich mit Dreads fühlt, wie die Dreadpflege funktioniert und ob man dann den ganzen Kopf gedreaded haben möchte. Sollte man sich dann dazu entscheiden, dass Dreadlocks vielleicht doch nicht die Wunschfrisur sind, braucht man nicht so viele Dreads aufkämmen (hier ein LINK zum Thema “Dreads aufkämmen”), sondern eben nur partiell.

Aber Partial-Dreads sind mittlerweile weitaus mehr als nur eine “Testversion”. Für viele ist es eine Möglichkeit, Dreads im Beruf zu tragen, ohne wirklich aufzufallen. Denn das Deckhaar versteckt die Partial-Dreads, wenn sie entsprechend frisiert werden oder fallen. Man könnte sie also fast eine kleine, versteckte Rebellion nennen. Mich erinnern sie deswegen ein wenig an Tattoos, die auch für Banker*Innen oder andere Berufssparten ein Tabu waren und deswegen versteckt getragen wurden. Vielleicht schaffen wir es ja irgendwann als Gesellschaft so weit zu kommen, dass niemand mehr irgendwas verstecken muss, weder Haut- noch Haarschmuck, ganz gleich in welchem Beruf man arbeitet. Denn eigentlich macht es doch keinen Unterschied, wie der Mensch aussieht, oder?

Partial-Dreads als Highlight

Natürlich wollen nicht alle, die sich Partial-Dreads machen lassen, sie danach verstecken. Viele tragen sie als Highlight und Hingucker. “Peek-a-boo” heißt so viel wie “guckguck” und so gucken auch Dreads als Special aus dem offenen Haar, wenn sie nur im Nacken oder auf dem Hinterkopf getragen werden. Bindet man die offenen Haare hoch, können die Partial-Dreads gut sichtbar über die Schulter oder den Rücken fallen. Einzelne Dreadlocks sind vor allem auf Festivals oder Tattoo-Convention eine schöne Erinnerung und etwas zum Liebhaben. Ein “Weißt du noch im Sommer, bei dir im Garten, mit den tausend Snacks und dem Gefühl von Freiheit im Herzen”-Dread, oder ein “Endlich das Abitur geschafft”-Dread. Auch einzelne Dreads kann man natürlich mit unterschiedlichen Perlen wie aus unserem Shop (LINK) verzieren oder sie als natürliches Haarband benutzen.

Aber wie pflegt man denn nun Partial-Dreads? Was muss man beachten? Und wer macht sie mir und wie?

FAQ zu Partial-Dreads

Über Instagram, Facebook und auch per Mail bekomme ich viele Fragen rund um das Thema Partial-Dreads. Deswegen gibt es hier ein paar Antworten und Tipps gebündelt für dein Partial-Dreads-Projekt!

  1. All unsere Teammitglieder freuen sich wie Bolle, wenn sie dir Partial-Dreads machen dürfen. Schau unter diesem LINK nach und du kommst zu unserer Suchfunktion und kannst dir die Standorte in deiner Nähe anzeigen lassen.
  2. Partial-Dreads werden wie “normale” Dreads hergestellt, also per Backcombing, Häkeln und Palmrolling. Nur dass man eben nicht den ganzen Kopf dreaded.
  3. Die Dreads verkürzen sich ein wenig beim Dreaden. Wie stark, hängt von deiner Haarstruktur ab. Du kannst aber auch Partial-Dreads direkt verlängern lassen. HIER findest du unsere Extensions. Welche du letztlich brauchst, kannst du mit deiner/deinem Dreadstylist*In besprechen.
  4. Die Anordnung der Partial-Dreads kannst du direkt vor Ort besprechen, so dass du den gewünschten Effekt (verstecken, Highlight, etc.) erzielst.

5 Tipps zur Pflege von Partial-Dreads

Generell brauchen Partial-Dreads eine ähnliche Pflege wie ein gesamter Dread-Kopf. Allerdings gibt es 2-3 Dinge zu beachten, um möglichst lange schöne Partial-Dreads zu haben.

  1. Trenne deine Partial-Dreads regelmäßig von den offenen Haaren. Ansonsten hast du relativ schnell ein großes Knäuel auf dem Hinterkopf.
  2. Achte darauf, dass du deine Partial-Dreads nicht mitkämmst. Das tut zum einen weh, zum anderen kann es die Dreads ausfransen. Stattdessen ist es ein guter Moment, die Dreads von den offenen Haaren zu trennen.
  3. Versuche möglichst wenig Spülung oder Haar-Kur in deine Dreads gelangen zu lassen. Am besten kannst du deine Haare kopfüber waschen und pflegen, so dass deine Dreads gesondert gewaschen werden können und keine Pflegeprodukte abbekommen.
  4. Häkle dir regelmäßig die Ansätze nach oder lass sie dir nachhäkeln.
  5. Solltest du Haarspray in deinen offenen Haare verwendet haben, wasche auch deine Dreads anschließend gut aus, um Rückstände zu vermeiden.

Flauschigen Spaß mit deinen Partial-Dreads!