Dreadlocks sind theoretisch die simpelste Frisur, die man tragen kann. Einen bad-hair-day hat man eigentlich selten, so lange nicht eine einzelne Dread rebelliert und absteht. Sie sind ansonsten pflegeleicht und einfach zu stylen. Aber sie haben auch ihre Tücken. Nämlich im Bett!

Frisch der der Erstellung von Dreads

Auch das Thema “Mit Dreads im Bett” ist so eine Sache, über die man sich vorher eigentlich keine Gedanken macht. Wie beispielsweise in diesem Artikel (LINK), in dem es um Dreads und Arztbesuche geht. Aber direkt nach der Erstellung fällt einem auf: etwas ist anders. Wenn man ganz frische Dreads hat, kann es zu Spannungsgefühlen in den Kopfhaut kommen. Die Kopfhaut ist vielleicht sogar etwas gereizt, so dass das Ablegen des Kopfes etwas unangenehm sein kann. Wenn man nun nicht unbedingt auf dem Gesicht schlafen möchte, gibt es hier Bett-Tipp Nr.1:

eine Nackenrolle. So wird der Kopf etwas entlastet und man liegt außerdem schön ergonomisch. Zugegeben, das Schlafen auf dem Rücken ist für viele von uns ungewohnt, aber für mein Empfinden war die Kopfhaut an der Seite, besonders in der Nähe der Schläfen, immer empfindlicher als die auf dem Hinterkopf, so dass es angenehmer ist, so zu schlafen, als seitlich. Dabei würde ich die Dreads vorsichtig fächerförmig ausbreiten.

Mit Medusa im Bett

Aber nicht nur nach der Erstellung kann es zu unangenehmen Momenten kommen. Je nach Länge der Dreads kann es vorkommen, dass man sich entweder selbst stranguliert oder den Mitmenschen, der ebenfalls mit im Bett liegt. Wie Medusas Schlangenhaare winden sie sich dann um den Hals und führen einen in die ewige Dunkelheit…naja, oder kratzen zumindest, wenn man auf ihnen liegt.

Mein persönlicher Favorit ist es, die Dreads über das Kopfende hängen zu lassen. Natürlich nur, wenn der Boden möglichst staubfrei ist. Ansonsten reagiere ich leider allergisch auf meine eigenen Dreads (lies HIER) weiter! dennoch ist diese Variante für mich so angenehm, da meine Dreads mittlerweile bis zur Hüfte reichen und somit mehr und mehr Platz im Bett wegnehmen oder schwer zu organisieren sind. Auf diese Weise verhindere ich, dass ich selbst oder Mitschläfer*innen auf ihnen liegen. Auch meine Katze nicht.

Eine weitere Möglichkeit, Dreads im Bett zu tragen, ist der wild Bun. Also: einfach alles zusammennehmen, einen Knödel machen und locker zusammenbinden. Wenn du sehr lange Dreads hast, wird der Bun recht schwer, was ich nicht so angenehm nachts finde, aber bei mittellangen Dreads ist das eine super angenehme Friese!

Dann gibt es noch die klassische Palme. Sprich: alles hoch dafür, Gummi drum und fertig ist die Palme…und ja, ich spreche noch von Dreads! Die Dread-Palme sieht nicht ganz so schnieke aus, sitzt aber locker und angenehm und hält die Dreads davon ab, sich nachts wie ein Teppich auf dein Gesicht zu legen.

Je nach Nackenmuskulatur und vorhandenen Kissen kann es auch sehr gemütlich sein, die eigenen Dreads einfach als Kopfkissen zu benutzen. Dazu drehst du sie locker am Hinterkopf zusammen und legst dich drauf. Voila. Das ist tatsächlich auch im Sommer super angenehm im Park! Man hat einfach immer etwas bequemes für den Kopf dabei.

Bauernzopf und co?

Es gibt natürlich viele verschiedene weitere Frisuren für Dreads. Wie den Bauernzopf, Beehive und komplizierte Flechtfrisur (ein paar findest du HIER). Aber all diese finde ich weniger angenehm, um mit ihnen zu schlafen. Ganz einfach, weil sie zu viel Gewicht und Masse auf eine Seite des Kopfes bringen. Beim Schlafen ist es am gesündesten, wenn wir symmetrisch und möglichst entspannt liegen können. Dreadlocks können die Nacken- und Halsmuskulatur einseitig stark belasten, auch im Liegen, so dass es zu Fehlhaltungen kommen kann. Daher: einfach leger die Dreads knödeln und gesund ratzen!