5 Erstellungsmethoden von Dreadlocks

Neben den Fragen: “Sind Dreadlocks hygienisch?” “Wie wĂ€scht man Dreadlocks?” “Können die nicht schimmeln?” und “Darf ich mal anfassen?” kommt auch oft die Frage, wie werden Dreadlocks eigentlich gemacht? Es gibt Menschen, die denken, dass du jeden Tag morgens deine Dreadlocks neu erstellst. Leider ist das Erstellen von Dreadlocks nicht in 30 Minuten erledigt. Es benötigt Zeit. 

Je nach Methode kann es auch mehrere Tage oder Monate in Anspruch nehmen. Und du solltest dir auf jeden Fall klarmachen, dass deine Babydreads auch nach der Erstellung immer wieder Pflege und Zuwendung benötigen werden.

Hier die 5 Erstellungsmethoden von Dreadlocks:

1. „Twist and Rip“ / „Twist’n’Rip“ oder einfach „StrĂ€hnchenmethode“

Diese Methode kannst du anwenden, wenn du sehr dĂŒnne Haare hast bzw. dĂŒnne Dreads möchtest. Zuerst solltest du dir natĂŒrlich im klaren sein wie deine Einteilung aussehen soll, deine DreadstylistIn teilt dir deine Haare dann nach deinen WĂŒnschen ab. Dann werden die abgeteilten StrĂ€hnen mehrfach um sich selbst gezwirbelt und anschließend geteilt und auseinandergezogen. 

So entstehen kleine Knötchen, die durch das Auseinanderziehen ganz nah an den Ansatz geschoben werden. Dieser Vorgang wird vom Ansatz bis in die Spitze wiederholt.

Hier sollte im Nachgang gepalmrollt und gehÀkelt werden.

2. Backcombing 

Backcombing ist die am hĂ€ufigsten angewendete Methode wenn es um die Erstellung von Dreadlocks geht. Eine geĂŒbte DreadstylistIn benötigt hier je nach Haardichte und Dreaddicke etwa ein bis zwei Tage.

Wie der Name schon sagt, wird dabei die abgeteilte StrĂ€hne entgegen der Wuchsrichtung mit einem feinzinkigen Metallkamm auftoupiert.Es sollte darauf geachtet werden, dass die StrĂ€hne stark genug auftoupiert wird, sodass sie danach selbststĂ€ndig vom Kopf absteht. Nach dem toupieren werden die StrĂ€hnen dann gehĂ€kelt. Dabei ist zu beachten, dass die einzelnen Dreadlocks alle gleichmĂ€ĂŸig dick und fest sind. Nach unten zur Spitze sollte sie dann gleichmĂ€ĂŸig schmaler werden. Es empfiehlt sich, zwischendrin immer wieder zu palmrollen. 

Mit dieser Methode bist du wehr flexibel und kannst sowohl dĂŒnne als auch dicke Dreadlocks zaubern. Wichtig ist hier, dass die Methode unterschiedlich angewendet werden kann und dann entsprechend unterschiedliche Ergebnisse erzeugt.

Erstellungsmethoden

3. Die Rubbelmethode

Diese Variante ist fĂŒr dich geeignet, wenn du deine Dreadlocks selbst erstellen möchtest und viel Zeit und Geduld mitbringst. Diese Methode ist nicht in ein paar Stunden erledigt. 

Bei der Rubbelmethode rubbelst du tĂ€glich fĂŒr 15-20 Minuten oder auch mal lĂ€nger, mit einem Handtuch ĂŒber deine Haare. Nach einigen Wochen bilden sich dann kleine Dreads, deren AnsĂ€tze du auseinander ziehst, sodass einzelne Dreadlocks entstehen. Wenn du nicht aufgibst und dran bleibst, wird es sich auszahlen und du wirst mit vielen schönen und dĂŒnnen Dreads belohnt werden.

Der Nachteil bei dieser Methode ist, dass es lange, also wirklich lange, dauern kann, bis auf deinem Kopf echte Dreadlocks zu sehen sind. In der Zwischenzeit darfst du deine Haare nicht kĂ€mmen und kannst schon mal etwas wild aussehen. Außerdem kannst du hier deine Einteilung nicht selbst bestimmen. 

Sollte dir diese Methode zu lange dauern, besuche gerne einen unserer DreadFactory Standorte, diese findest du hier.

4. Braidlocs

Wie der Name schon verrĂ€t, werden die Haare erstmal zu Braids geflochten. Hier hast du die Möglichkeit eine schöne und saubere Einteilung sowie die gewĂŒnschte Ansatzdicke zu erstellen. Danach heißt es erst einmal: warten.  Nach einer gewissen Zeit wachsen die Braids am Ansatz raus und diese â€œoffenen” Haare kannst du dann hĂ€keln. 

Mit der Zeit werden auch deine Braids langsam verfilzen und immer wieder lose Haare rausstehen, welche du ebenfalls einhĂ€keln kannst. Auch hier solltest du immer wieder palmrollen, um die Locs schön in Form zu bekommen.

5. Synthetische Dreadlocks

Auch gibt es synthetische Dreadlocks, die aus Kunsthaar hergestellt werden. Diese synthetischen Dreadlocks werden in deine eigenen Haare eingearbeitet/eingeflochten und bieten dir eine schnelle und einfache Möglichkeit, Dreads tragen zu können. 

Das ist eine gute Möglichkeit fĂŒr Unentschlossene, um die Frisur erst einmal zu testen und selbst feststellen zu können, ob einem Dreads ĂŒberhaupt an sich selbst gefallen. Manchmal ist es nicht möglich Dreadlocks dauerhaft zu tragen, wie bei gewissen Berufsgruppen, hier empfehlen sich synthetische Dreadlocks. Synthetische Dreadlocks gibt es in den unterschiedlichsten Farben. Du kannst diese genau auf deine Haarfarbe anpassen, aber auch richtig knallige Akzente setzen. Wir haben auch synthetische Locs in unserem Shop. Schau dir diese gerne mal an.

Fazit:

Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle bei der Erstellung von Dreadlocks und der Wahl der Methode. In erster Linie natĂŒrlich deine eigenen WĂŒnsche. Willst du dicke oder dĂŒnne Dreads? kurze oder lange? 

Und natĂŒrlich kommt es auch auf deine Haare an. Manche haben dickes und volles Haar und wieder andere haben dĂŒnnes Haar oder eine empfindliche Kopfhaut. Die richtige Erstellungsmethode sollte genau auf deinen Kopf angepasst sein. 

Es ist wichtig zu beachten, dass jede dieser Methoden Vor- und Nachteile hat und eben nicht jede Technik an jedem Kopf angewendet werden kann. Deshalb solltest du dich vor der Erstellung gut informieren und eventuell auch schonmal mit deiner DreadstylistIn vor Ort in Verbindung setzen, um wichtige Fragen zu klĂ€ren.

Mein Tipp: Verwende beim Dreaden nicht nur eine Methode, sondern kombiniere mehrere gleichzeitig. Bei fast jeder Methode empfiehlt es sich außerdem, anschließend zur Verfeinerung die HĂ€kelnadelmethode anzuwenden. Hiermit kannst du die Form deiner frischen Locs definieren und fĂŒr eine ordentliche Haltbarkeit sorgen.

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